21. Oktober 2016

Kuba | Impressionen | Teil 2


Nach Teil 1 folgt bekanntlich Teil 2, weshalb es wie versprochen heute den zweiten Teil der Kuba Bilder gibt. Letztes Mal erzählte ich euch ein wenig über die Mentalität der Kubaner und wie ich das Land wahr genommen habe. Aber wie genau war unsere Reiseroute? Welche Städte haben wir alle gesehen?

Los ging es - wie bei den meisten Touris, die wir getroffen haben - in Havanna, der Hauptstadt Kubas. Da wir viele Horrorgeschichten über die Sauberkeit in diesem Land hörten, wollten wir nach dem 12 Stunden Flug (mit Zwischenstopp in Paris) in eine Unterkunft kommen, die sauber ist und wir uns nicht auf spanisch nach einer neuen Bleibe erkundigen müssen. Denn sowas braucht man bei so einem Langstreckenflug überhaupt nicht! Deshalb buchten wir für die ersten zwei Tage ein Hotel in Havanna, das zwar etwas teurer war, aber von den Erfahrungsberichten gut bewertet wurde. Durch den Jetlag waren wir die ersten paar Tage sehr früh wach, erkundeten die Stadt ausgiebig und gingen abends ziemlich eh ins Bett. Bis wir uns an die neue Zeit gewöhnten vergingen tatsächlich einige Zeit.

Nach Havanna war die Frage, wohin wir nun reisen wollen. Schnell wurden wir uns einig, dass es nach Varadero - der Touristenhochburg - gehen sollte. Mit einem Zwischenstopp in Matanzas. Die Stadt liegt ca. auf der Hälfte von Havanna nach Varadero und ist trotz ihrer Größe gar nicht so bekannt. Nichtsdestotrotz waren wir froh, dort stehen geblieben zu sein. Wir fanden eine tolle Unterkunft mit einem genialen Frühstück und blieben hier ganze 2 Nächte. 

Als nächstes verschlug es uns nach Varadero, natürlich an den kilometerlangen Strand, wohin es viele Touristen zieht. Wegen der derzeitigen Regenzeit im Land begeneten uns zwar immer noch viele Ausländer, jedoch um einiges weniger als in der Hauptreisezeit Februar. Was man zum Strand sagen kann? Definitiv karibisch! Weißer Sand, türkises Meer und Palmen - so kann man leben! Weiter ging es nach...

...Santa Clara. Diese Stadt ist - wie ich finde - maximal einen Tagesausflug wert. Das Wichtigste und Bekannteste der Stadt ist tatsächlich das Mausoleum des Ché, das imposant etwas außerhalb der Stadt auf einem Hügel gebaut wurde. Aber Achtung: Taschen und Fotoapparate sind in dem Denkmal nicht erlaubt! Man muss alles vorher abgeben und muss sogar seine Mützen und Kopfbedeckungen abnehmen.

Nach der Stadt des Ché kam eines meiner Higlights: Trinidad - da, wo die Zeit stehen geblieben ist. Die bisherigen Städte waren etwas heruntergekommen, im Kolonialstil und Sozialismus erbaut, einmal hergerichtet und nie wieder verbessert. Trinidad ist da eine ganz andere Sparte. Kopfsteinpflaster wie damals, schöne, imposante Gebäude, die bis heute gut erhalten wurden. Hier kann man es definitiv länger aushalten!

"Natur pur" lautete die Devise in Vinales. Wie eine Einheimische berichtete, war das Dorf früher sehr, sehr arm, bis die Touris auf den Geschmack kamen. Mittlerweile verdient der Großteil der Leute aus Vinales sein Geld mit Reittouren, Stadtführungen und touristischen Unterkünften. Nun ist die Stadt um einiges reicher geworden und laut unserer Vermieterin ein Segen für das Dorf. Sage und schreibe 4 Nächte blieben wir in der Stadt und erlebten so einiges, machten Touren zu Tabak- und Kaffeplantagen und machten Bekanntschaft mit der ein oder anderen Schlachtung (grausamer Anblick...). So ist das Landleben...

Kurz vor unserem letzten Stopp in der Hauptstadt blieben wir in Las Terrazas über Nacht. Die Stadt ist eine renomierte "Öko-Stadt", die sogar ein vegetarisches, sehr leckerees Restaurant hatte! Für die Fleisch-liebenden Kubaner eine Seltenheit. Ansonsten kann man viel wandern gehen - wenn das Wetter mitspielt - und die Seele baumeln lassen.

Und so ging unsere Reise dort zu Ende, wo sie begonnen hatte: In Havanna. Im Nachhinein ist es so surreal, wie viel wir in zweieinhalb Wochen erlebt haben, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie schnell man sich wieder an Deutschland gewöhnt hat. Deutschland als Industriestaat - ganz im Gegensatz zu Kuba. Als ich zurück kam, war ich die ersten Tage erstaunt, in was für einem Reichtum wir leben. Fließendes Wasser, selbst bei dem stärksten Unwetter, wenig Müll auf der Straße, kein Geruch nach Fäkalien und eine gesunde Lebensweise... etwas, das für Kubaner undenkbar ist.

Trotz vieler Missstände in dem Land, haben die Menschen eine Lebensfreude, wovon sich die Deutschen teilweise eine Scheibe abschneiden können.

Wart ihr schon mal in Kuba oder in Mittelamerika?
Wie habt ihr die Menschen und ihre Mentalität erlebt?

Kommentare:

  1. Tolle Eindrücke! Du bist ja total braun geworden, haha! :) Ich war leider noch nie in Mittelamerika - will dort aber mal hin, hihi
    Ganz liebe Grüße
    Lara

    http://laraasophiie.blogspot.de/

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  2. Wow, was für wahnsinnig schöne Aufnahmen! Nach Kuba, bzw. Süd-/Mittelamerika, möchte ich auch unbedingt einmal reisen :)

    Ganz liebe Grüße, Julia | www.sere-ndipity.blogspot.de

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Vielen Dank für deinen Kommentar <3